Wer profitiert eigentlich davon, dass wir leise sind?

Am 05.03.2026 war ich auf einem Schulstreik gegen die Wehrpflicht und habe dort mit einem Passanten gesprochen. Er meinte, es sei zwar schön und gut, dass wir streiken gehen, aber im Endeffekt würde es nichts bringen. Wir sollten es lieber akzeptieren und die sechs Monate einfach „absitzen“.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Wer würde eigentlich davon profitieren, wenn wir still wären?

Natürlich würden wir Zeit und Nerven sparen. Wir müssten uns nicht vor Lehrkräften rechtfertigen und keine Demonstrationen organisieren. Aber was verlieren wir dadurch? Wir geben auf und mit uns die letzte Hoffnung auf Veränderung. Und genau das ist es, was die herrschende Klasse von uns möchte.

Schon bei Karl Marx findet sich die Idee, dass die herrschende Klasse ein Interesse daran hat, dass die Arbeiter*innen ruhig bleiben und ihre Rolle einfach erfüllen. Sie will, dass wir still an der „Maschine“ sitzen und unsere Arbeit verrichten, denn alles andere könnte ihre Gewinne schmälern.

Das bedeutet: Diejenigen, die von unserem Schweigen profitieren, sind nicht wir. Wenn wir einfach alles akzeptieren, geben wir unsere Mitbestimmung auf. Stattdessen stärkt das die herrschende Klasse, die dann immer mehr Entscheidungen treffen kann, ohne auf Widerstand zu stoßen.

Die Konsequenz wäre klar: Wir verlieren nach und nach Rechte, während uns gleichzeitig immer mehr Pflichten auferlegt werden.

Also, Wehrt euch und leistet Widerstand!

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