Autor: Michal

  • Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

    Es ist wichtiger denn je, sich gegen den zunehmenden Rechtsruck zu erheben und ihm entschlossen entgegenzutreten.

    Am Osterwochenende kam es in Flensburg zu Vorfällen, bei denen mehrere Parteibüros mit Lackfarbe beschmiert und sogar Brandanschläge versucht wurden. Solche Angriffe sind alarmierend und zeigen, wie angespannt die gesellschaftliche Lage inzwischen ist.

    Die betroffenen Parteien lassen sich davon jedoch nicht einschüchtern, und genau diese Haltung sollten wir alle einnehmen. Es darf nicht sein, dass Menschen in Angst leben müssen, nur weil sie sich politisch links positionieren oder für eine offene Gesellschaft einstehen.

    In einem Land, in dem viele bereits das Gefühl haben, sich für ihre Haltung rechtfertigen zu müssen, läuft grundlegend etwas falsch. Das dürfen wir nicht einfach hinnehmen.

    Rechtsextreme und faschistische Ideologien gewinnen weltweit zunehmend an Raum und Zustimmung. Gleichzeitig wird Hass gegenüber Minderheiten immer häufiger normalisiert, sei es gegen Geflüchtete, queere Menschen oder aufgrund religiöser Zugehörigkeit.

    Dem müssen wir entschieden entgegentreten. Und das ist keine Aufgabe „von irgendwem“, das sind wir alle. Du und ich. Wir müssen uns klar positionieren und aktiv für eine Gesellschaft einstehen, in der niemand Angst haben muss, so zu sein, wie die Person ist.

    Eine offene, solidarische Zukunft entsteht nicht von selbst. Sie braucht Menschen, die aufstehen und sie verteidigen.

    Also, wehrt euch und leistet Widerstand!

  • Politik ist nicht weit weg, sie trifft uns jeden Tag

    Viele sagen immer noch: „Politik interessiert mich nicht.“ Aber das ist eigentlich stupid. Politik entscheidet jeden Tag über unser Leben, ob wir wollen oder nicht.

    Schau dir mal unsere Schulen an: kaputte Toiletten, zu wenig Lehrer*innen, alte Technik. Das ist kein Zufall. Politiker*innen haben entschieden, weniger Geld in Bildung zu stecken. Und dann sitzen wir da und sollen Dinge wie Integralrechnung büffeln, während uns niemand erklärt, wie man eine Steuererklärung macht oder mit Geld umgeht. Das hat nichts mit Pech zu tun, das ist politisch so gewollt.

    Und es hört da nicht auf. Nimm den ÖPNV, Züge kommen zu spät, Busse fahren auf dem Land gefühlt gar nicht oder sind viel zu teuer. Gerade wir als junge Menschen sind darauf angewiesen. Aber statt das auszubauen und bezahlbar zu machen, wird gespart.

    Oder Mieten, viele von uns wissen jetzt schon, dass wir uns später kaum eine eigene Wohnung leisten können. Die Preise gehen immer weiter hoch, während große Konzerne sich die Taschen voll machen. Wohnen ist ein Grundrecht, aber aktuell fühlt es sich eher wie ein Luxus an.

    Und selbst unsere Freizeit wird beeinflusst: Es gibt zu wenig Orte für uns, zu wenig Skateparks, Jugendzentren oder einfach Plätze, wo man abhängen kann, ohne direkt weggeschickt zu werden. Stattdessen wird oft eher in Überwachung investiert als in Räume für junge Menschen.

    Das Problem ist: Die Entscheidungen werden nicht von uns getroffen, sondern von Leuten, die oft keinen Plan haben, wie unser Alltag aussieht. Genau deswegen ist es wichtig, dass wir laut werden.

    Ich bin Mitglied bei solid und in der Linken, weil ich keinen Bock mehr habe, dass über uns entschieden wird, ohne dass wir mitreden. Wir brauchen eine Politik, die für uns da ist, nicht für Konzerne und Reiche.

    Politik ist nicht nur im Bundestag oder in Berlin, sondern mitten in unserem Leben: in der Schule, im ÖPNV und überall sonst.

    Also, wehrt euch und leistet Widerstand!

  • Linke Ideen erklärt: Solidarität

    „Hoch die Internationale Solidarität!“, dieser Aufruf ist auf der ganzen Welt bekannt. Doch was bedeutet Solidarität?

    Solidarität beschreibt, dass alle Menschen aufeinander Rücksicht nehmen, auch wenn sie selbst keinen direkten Vorteil davon haben.

    Die Frage, die sich für mich persönlich stellt, ist: Warum gilt dieser Begriff als links? Wir leben in einer Gesellschaft, und für mich bedeutet das, dass wir uns gegenseitig helfen sollten und zwar nicht nur innerhalb der eigenen Familie oder unter Freund*innen. Denn schlussendlich sind wir alle Menschen.

  • Wer profitiert eigentlich davon, dass wir leise sind?

    Am 05.03.2026 war ich auf einem Schulstreik gegen die Wehrpflicht und habe dort mit einem Passanten gesprochen. Er meinte, es sei zwar schön und gut, dass wir streiken gehen, aber im Endeffekt würde es nichts bringen. Wir sollten es lieber akzeptieren und die sechs Monate einfach „absitzen“.

    Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Wer würde eigentlich davon profitieren, wenn wir still wären?

    Natürlich würden wir Zeit und Nerven sparen. Wir müssten uns nicht vor Lehrkräften rechtfertigen und keine Demonstrationen organisieren. Aber was verlieren wir dadurch? Wir geben auf und mit uns die letzte Hoffnung auf Veränderung. Und genau das ist es, was die herrschende Klasse von uns möchte.

    Schon bei Karl Marx findet sich die Idee, dass die herrschende Klasse ein Interesse daran hat, dass die Arbeiter*innen ruhig bleiben und ihre Rolle einfach erfüllen. Sie will, dass wir still an der „Maschine“ sitzen und unsere Arbeit verrichten, denn alles andere könnte ihre Gewinne schmälern.

    Das bedeutet: Diejenigen, die von unserem Schweigen profitieren, sind nicht wir. Wenn wir einfach alles akzeptieren, geben wir unsere Mitbestimmung auf. Stattdessen stärkt das die herrschende Klasse, die dann immer mehr Entscheidungen treffen kann, ohne auf Widerstand zu stoßen.

    Die Konsequenz wäre klar: Wir verlieren nach und nach Rechte, während uns gleichzeitig immer mehr Pflichten auferlegt werden.

    Also, Wehrt euch und leistet Widerstand!

  • Warum ich diesen Politik-Blog starte

    Hi, ich bin Michal Mielewczyk. Ich bin 18 Jahre alt und Mitglied bei Linksjugend [’solid].

    Viele reden über Politik, aber oft so, dass junge Leute kaum verstehen, worum es eigentlich geht. Viel Akademiker-Deutsch, viele lange Worte und am Ende fühlt es sich an, als hätte das alles nichts mit unserem Leben zu tun.

    Dabei entscheidet Politik jeden Tag über Dinge, die uns direkt betreffen: Schule, Ausbildung, Mieten, Busse und Bahnen, Internet oder ob man sich später überhaupt noch eine Wohnung leisten kann.

    Genau darum geht es in diesem Blog.
    Ich möchte über Politik aus der Sicht junger Menschen schreiben, verständlich, ehrlich und ohne komplizierte Sprache.

    Wenn du Politik besser verstehen willst oder einfach wissen willst, warum manche Entscheidungen so getroffen werden, dann bist du hier richtig.